Meine Familiengeschichte in Kempen und St. Hubert
Meine Familiengeschichte in St. Hubert ist eng mit meiner eigenen Kindheit und mit der Geschichte des heutigen Kreises Viersen verbunden. Diese Seite sammelt persönliche Erinnerungen, genealogische Forschung, historische Zeitungsanzeigen und weitere Quellen. Sie unterscheidet dabei bewusst zwischen gesicherten Belegen, meinem derzeitigen Forschungsstand und familiärer Überlieferung.
Meine Kindheit in St. Hubert
St. Hubert ist für mich kein Ort, den ich nur aus Akten, Kirchenbüchern oder alten Zeitungen kenne. Ich bin dort zur Schule gegangen, habe dort meine Erstkommunion gefeiert und bis etwa zu meinem zehnten Lebensjahr regelmäßig die Kirche besucht. Viele Eindrücke aus meiner Kindheit sind deshalb unmittelbar mit dem Stadtteil verbunden.
Auch ein großer Teil meiner mütterlichen Familie lebte in St. Hubert und seiner Umgebung. Mehrere Schwestern meiner Großmutter, also meine Großtanten, wohnten dort: eine direkt hinter der früheren Familiengaststätte an der Kerkener Straße, eine weitere in Escheln und andere Angehörige ebenfalls in der Nähe.
Ein Teil der Familie lebte bis etwa 1985 auf einem Bauernhof mit großem Grundstück. Im Zusammenhang mit der weiteren Bebauung im Bereich der Stendener Straße wurde der Hof aufgegeben und dort ein Wohnhaus erworben. Solche Erinnerungen gehören ebenso zur Familiengeschichte wie Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden.
Familiengeschichte in St. Hubert und Orbroich
Nach meinen bisherigen genealogischen Forschungen lassen sich Teile meiner mütterlichen Vorfahren bis etwa 1680 zurückverfolgen. Viele von ihnen stammten aus Orten des heutigen Kreises Viersen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Orbroich, Broich und dem heutigen St. Hubert.
Die Familiengeschichte ist dabei nicht auf einen einzigen Namen oder Beruf beschränkt. Verschiedene Zweige waren mit Landwirtschaft, Höfen, Grundstücken und Gastwirtschaft verbunden. Gerade deshalb ist es wichtig, die Struven-Linie und die Trötschkes-Linie nicht miteinander zu vermischen.
Die Struven-Linie und die Gastwirtschaft
Mein Ururgroßvater Franz Josef Struven wurde 1834 in Kempen geboren und starb am 16. Dezember 1899 in Broich, St. Hubert. In historischen Quellen erscheint sein Vorname teilweise verkürzt als Joseph beziehungsweise Josef Struven.
Eine Zeitungsanzeige aus dem Jahr 1875 nennt ausdrücklich das „Wirthshaus von Joseph Struven“ in St. Hubert. Eine weitere Anzeige von 1884 spricht erneut von einem „Wirthe Struven“. Im amtlichen Adressbuch von St. Hubert aus dem Jahr 1898 wird Josef Struven als Schank- beziehungsweise Schenkwirt geführt. Zusammengenommen dokumentieren diese Quellen eine über Jahrzehnte bestehende Verbindung meines Ururgroßvaters zum Gaststättenwesen in St. Hubert.
Die Anzeige von 1875 berichtet außerdem über den Verkauf eines Wohnhauses mit Hofraum, Hintergebäude, Garten und einer weiteren Gartenparzelle im Rahmen einer außergerichtlichen Teilungssache. Wenige Wochen später wurden in Joseph Struvens Wohnung zahlreiche Einrichtungsgegenstände und Tiere versteigert. Diese Vorgänge belegen jedoch nicht automatisch eine Insolvenz, eine Klage oder eine Zwangsversteigerung. Die genauen Gründe und Eigentumsverhältnisse müssen anhand weiterer Unterlagen erforscht werden.
Mein Urgroßvater Jakob Josef Struven wurde am 12. Mai 1889 in Broich, St. Hubert, geboren und starb am 11. Februar 1955 in St. Hubert. Er gehört zur nachfolgenden Struven-Generation. Ein eigener Gaststättenbesitz Jakob Josef Struvens ist durch die bisher ausgewerteten Unterlagen noch nicht belegt und wird daher nicht als Tatsache behauptet.
Die Trötschkes-Linie und der Trötschkes-Hof
Der Trötschkes-Hof gehört nicht zur Struven-Linie. Zu meinen direkten Vorfahren sechs Generationen zurück gehört Peter Matthias Trötschkes, geboren am 13. Mai 1778 in St. Hubert.
Nach meinem bisherigen genealogischen Forschungsstand war Peter Matthias Trötschkes mit dem Trötschkes-Hof verbunden und dürfte dessen Besitzer gewesen sein. Eine historische Zeitungsanzeige nennt außerdem einen Peter Trötschkes im Zusammenhang mit den Bockendorfsbüschen am Weg von Kempen nach St. Tönis.
Die genaue Zuordnung des Hofes, seiner Lage und der Eigentumsfolge soll noch mit den vollständigen Zeitungsseiten sowie möglichst mit Kataster-, Grundbuch-, Kirchenbuch- oder Notariatsunterlagen belegt werden. Damit bleibt die familiäre Zuordnung sichtbar, ohne aus einer noch laufenden Recherche einen vermeintlich bereits lückenlosen Eigentumsnachweis zu machen.
Historische Quellen können unterschiedliche Schreibweisen enthalten. Auf dieser Seite verwende ich für die Familie die Schreibweise „Trötschkes“ und für den Hof „Trötschkes-Hof“, solange eine Originalquelle keine andere historische Form verlangt.
Meine Familie und St. Hubert bis heute
Die Verbindung meiner Familie zu St. Hubert endete nicht mit den früheren Generationen. Angehörige lebten und leben weiterhin in Kempen, St. Hubert und anderen Orten der Region. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nenne ich auf dieser öffentlichen Seite keine genauen Wohnadressen oder näheren Lebensdaten lebender Personen.
Für mich besteht Heimat deshalb aus mehreren Schichten: aus Kindheitserinnerungen, den Lebenswegen meiner Großmutter und ihrer Schwestern, alten Höfen und Gaststätten, den Spuren früherer Generationen und den familiären Beziehungen der Gegenwart.
Mein öffentlich einsehbarer Stammbaum
Einen Teil meiner bisherigen genealogischen Forschung habe ich in meinem MyHeritage-Stammbaum der Familie Mitromaras zusammengeführt.
Der Stammbaum gibt meinen aktuellen Forschungsstand wieder und wird weiter ergänzt und korrigiert. Er ersetzt nicht die jeweiligen Originalquellen. Für historische Tatsachen bleiben insbesondere Personenstandsurkunden, Kirchenbücher, Adressbücher, Zeitungsanzeigen, Kataster- und Grundbuchunterlagen maßgeblich.
Vor der öffentlichen Verlinkung prüfe ich die Datenschutzeinstellungen des Stammbaums, damit Angaben zu lebenden Personen nicht ungewollt offengelegt werden.
Historische Quellen und weitere Forschung
Mehrere der ausgewerteten historischen Zeitungen sind im Portal zeit.punkt NRW online zugänglich. Die Originalseiten sind wertvolle Primärquellen. Die automatische Texterkennung ist bei Frakturschrift jedoch fehleranfällig, weshalb Namen, Orte und Formulierungen immer am eingescannten Original überprüft werden müssen.
Das Adressbuch St. Hubert von 1898 ist beim Kreis Viersen digital verfügbar. Weitere Zeitungsausschnitte, Urkunden und Grundstücksnachweise werden nach und nach mit Datum, Fundstelle, Transkription und Belegstatus dokumentiert.
Diese Familienchronik ist deshalb kein abgeschlossener Text. Sie ist eine wachsende Dokumentation. Neue Belege können frühere Annahmen bestätigen, präzisieren oder korrigieren. Genau diese Offenheit gehört zu seriöser Familienforschung.
Warum ich diese Geschichte festhalte
Familiengeschichte besteht nicht nur aus Namen und Jahreszahlen. Sie erzählt von Arbeit, Besitz, Verlust, Religion, Nachbarschaft, sozialen Beziehungen und den Veränderungen eines Ortes. Wenn diese Erinnerungen und Dokumente nicht geordnet werden, verschwinden sie oft innerhalb weniger Generationen.
Ich möchte deshalb festhalten, wer meine Vorfahren waren, wo sie lebten und welche Spuren sie in Kempen, St. Hubert und am Niederrhein hinterlassen haben. Nicht jede Frage ist schon beantwortet. Aber jede geprüfte Quelle bringt ein Stück Geschichte zurück.
Zur allgemeinen Darstellung der Stadt und ihrer vier Stadtteile geht es zurück zur Seite Kempen – historische Stadt am Niederrhein.
Verlinkungen
| Art | Ankertext | Ziel | Einfügestelle |
| intern | Kempen – historische Stadt am Niederrhein | /kempen/ | letzter Absatz |
| extern | MyHeritage-Stammbaum der Familie Mitromaras | vom Nutzer bereitgestellte MyHeritage-URL | Abschnitt „Mein öffentlich einsehbarer Stammbaum“ |
| extern | zeit.punkt NRW | https://zeitpunkt.nrw/ | Abschnitt „Historische Quellen und weitere Forschung“ |
| extern | Adressbuch St. Hubert von 1898 | PDF des Kreises Viersen | Abschnitt „Historische Quellen und weitere Forschung“ |
